money money money

Geld – ein leidiges Thema.
Leider kreisen die Gedanken recht häufig um eben jenes, da eine permanente Konfrontation herrscht, welcher nicht zu entfliehen ist.
Ich bringe mehr oder weniger offensichtlich einen gewissen Wohlstand mit.
Wird von mir erwartet, diesen zu teilen?
Und wenn ich teile, erfreut es meinen Gegenüber?
Oder hebe ich den Umstand nur deutlicher hervor?
Wird mir mit Missgunst entgegengetreten?

Ich befand mich kürzlich in der Situation, mit meinen Kolleginnen von der Arbeit unterwegs zu sein. Wir gingen Essen, und als es um das Bezahlen der Rechnung ging (die nebenbei bemerkt nicht sonderlich hoch war für 10 Leute [für meine Verhältnisse!]), wurde meiner Mitfreiwilligen Ines und mir partout verboten, uns zu beteiligen.
Ich hatte im Vorhinein bereits überlegt, die komplette Rechnung zu übernehmen, da wir wissen, in welcher finanziellen Lage sich unsere Kolleginnen befinden. Nun kam es nicht dazu und in dieser Situation stellte sich uns die Frage: Beharren oder nachgeben? Was tun, wenn man sich bewusst ist, dass es für einen selbst nicht das geringste Problem wäre zu zahlen, jedoch für unsere Kolleginnen die Ausgabe eines nicht zu unterschätzenden Teils des Monatsgehaltes bedeutet?
Wird eine Art Ehre verletzt, zu widersprechen und letztendlich nicht dem Wunsch nachzukommen, eingeladen zu werden?
Oder kann/darf/mag ich mich ohne schlechtes Gewissen, trotz der gegebenen Umstände, einladen lassen?
Können sicherlich. Dürfen ebenfalls. Aber mögen? Es blieb ein leichter, bitterer Nachgeschmack.
Ich denke, in diesem Fall sollte ich die Situation aus emotionaler Sicht betrachten, denn es handelte sich um eine Art „Farewell-Abend“ und da finde ich es nachvollziehbar, dass uns, zu ehren unseres Abends, nicht erlaubt war zu zahlen.
Aus finanzieller Sicht jedoch, nun ja.

Als Mensch, der eher zum Geben als Nehmen tendiert, ist es ohnehin schwierig, in solch gearteten Situationen nachzugeben, insbesondere unter diesen Umständen. Wenn es allerdings deutlich wird, dass dies einer Herzensangelegenheit nahe kommt, ist es, denke ich, auch mal sinnvoll, dem eigenen Drang der Rationalität standzuhalten und der Emotionalität das Feld zu überlassen.


3 Gedanken zu “money money money

  1. Liebe Leo,
    uns ist es in Kapstadt auch so ergangen. Es wurde uns so viel gegeben, obwohl wir wussten, dass nicht viel eher viel zu wenig vorhanden ist.
    Den bitteren Nachgeschmack kenne ich zu gut.
    Wir haben dann versucht, Da es mehrere Gelegenheiten gab, die Rechnungen oder Eintrittsgelder kurz vorher zu zahlen.
    Das würde dann auch eher ungern angenommen.
    Wir konnten unseren Dank kaum in Worte fassen und bekamen dann ein „pleasure“ zurück.
    Geben und nehmen wurde mir dort sehr bewusst.
    Ich sende dir sehnsüchtige Grüße nach Kapstadt. Hab schöne Tage, genieße sie!
    Britta

    Gefällt 1 Person

  2. liebe leoni,

    so schnell geht die zeit.mit interesse u spannung hab ich deinen weg u die tollen berichte ueber „dein“ jahr i suedafrika verfolgt u gelesen.vll erinnerst du dich noch,ich hatte dir gleich zu anfang mal geschrieben,weil ich ganz durch zufall auf „deine“ seite gekommen bin u es soo interessant fand.du scheinst ein tolles „maedchen“ zu sein u wirst nach diesem jahr in afrika bestimmt u hoffentlich die richtige “ entscheidungen“ fuer dein weiteres leben finden.ich wunesche dir einen tollen start in dein“ neues“ leben,welches ja wohl erstmal in deutschland weitergehen wird.ich denke du machst deinen weg u nimmst viele erfahrungen u erkenntnisse,d du i diesem jahr gemacht hast mit i dein weiteres leben.viel glueck u alles liebe u du kannst soo toll schreiben u hast soo tolle u schon f eine so junge frau,wie du es bist,vernuenftige „weitsicht“,“ hut ab“.deine eltern koennen stolz auf dich sein!

    also,alles gute u toi toi toi fuer dein weiteres leben,leonie

    gruss marlene

    Gefällt 1 Person

    1. Liebe Marlene,
      Ich danke Ihnen für Ihren lieben Kommentar! Ich glaube, das sagte ich Ihnen schon, aber gerade von „Unbekannten“ (ja, ich habe mich auch an Ihren ersten Kommenar erinnert :-) ) solch eine Rückmeldung zu bekommen, erfreut mich fast noch mehr als von Bekannten.

      Dieses Jahr hat mich in der Tat sehr geprägt in den verschiedensten Lebensbereichen, wofür ich unglaublich dankbar bin. Ich bin nochmal ein ordentliches Stück gewachsen. Diese Erfahrungen werden definitiv noch lange nachwirken und ich hoffe, dass ich ein paar Menschen mit dem, was ich gelernt und erlebt habe, erreichen und zum nachdenken bewegen kann. :-)

      Noch einmal vielen Dank!
      Leonie

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